Exmouth ist eine Stadt an der Korallenküste von Westaustralien (Coral Coast of Western Australia) 15 Stunden nördlich von Perth.

Unsere Erwartungen waren schon hoch, vor allem weil diese Stadt direkt am weltberühmten Ningaloo Reef liegt. Ein Korallenriff, das dem Great Barrier Reef große Konkurrenz macht.

Und wir wurden nicht enttäuscht. Es ist eine unserer Lieblingsgegenden in ganz Australien.

Erst mal nach Exmouth, Coral Bay kommt später...

Erst mal nach Exmouth, Coral Bay kommt später…

Strasse nach Exmouth

Strasse nach Exmouth

7 Dinge, die du in Exmouth erleben kannst

Denn neben dem Korallenriff gibt es noch mehr zu entdecken. Hier laufen Emus einfach so über die Strasse und Kängurus liegen im Schatten der Bäume.

kaenguru australien

Ein Känguru neben unsere Campsite.

#1 Schnorcheln und Tauchen im Ningaloo Marine Park

Der Ningaloo Marine Park beschützt das Ningaloo Reef – Australiens größtes und am besten zugängliches Korallenriff (fringing reef). Es erstreckt sich über 300 km an der Küste entlang und liegt nur einen Steinwurf hinter Exmouth. Auf Google Maps kann man es in der Satellitenansicht super erkennen.

Das Ningaloo Reef zu besuchen ist wirklich das Beste, was du in Exmouth machen kannst und weshalb die meisten Touristen nach Exmouth kommen. Und wenn ich sage zugänglich, dann meine ich zuGÄNGlich!

Du kannst vom Strand direkt ins Wasser gehen und bist direkt im Riff! Komplett ohne Bootsfahrt wie im Great Barrier Reef, wo du mindestens eine Stunde mit dem Schiff unterwegs bist.

ningaloo reef westaustralien

Direkt vom Strand ins Reef, das ist total genial.

Am besten bringst du dir dein eigenes Schnorchelequipment mit oder kaufst dir eins in den Geschäften in Exmouth. Das ist meist günstiger als Leihen, was du aber auch in Exmouth machen kannst, zB. im Visitor Centre. Der Zugang zum Korallenriff selbst liegt im Nationalpark und dort gibt es keine Shops.

Wir haben im Cape Range Nationalpark übernachtet! Es war ein Traum. Campen direkt am Strand. Wir konnten vom Camp direkt schnorcheln gehen und alle anderen Spots innerhalb von 20 min anfahren.

Falls du nicht im Cape Range Nationalpark übernachten möchtest, hat Exmouth genug Übernachtungsmöglichkeiten. Wir fanden den Campingplatz am Leuchtturm ganz gut. Von dort bist du innerhalb einer Stunde an den Schnorchelspots.

campinplatz exmouth

Campingplatz am Leuchtturm

Tourquoise Bay Drift

 

westaustralien tourquoise bay

Tourquoise Bay Drift

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Beschreibung des Schnorchelspots

Wegen dieser Bucht wollte ich den Blog eigentlich mit tourquoise life oder so benennen. Leider hat kaum jemand verstanden was Tourquoise heißt. Es heißt Türkis! Genau so türkisfarben wie das Meer an diesem wundervollen Strand im Cape Range Nationalpark.

Wenn du hier ins Wasser tauchst, dann musst du nur ein paar Meter schwimmen und schon bist du mitten im Ningaloo Reef. Du kannst hier einen Drift Snorkel machen und mit der Strömung treiben. Fang deshalb am besten 300 Meter links an und lass dich zur Sandbank treiben. Achtung da ist die Strömung relativ stark.

Um zur diesem Drift Snorkel Spot zu gelangen musst du auf dem Drift Parkplatz parken.

Das könnte ich den ganzen Tag machen!

Wer nicht so gut schwimmen kann geht einfach hinter der Sandbank an der Tourquoise Bay ins Wasser, dort ist kaum Strömung vorhanden.

westaustralien schildkröte

Eine Green Turtle, meine Lieblingsschildkröten. Ich liebe es wie sie durchs Wasser fliegen.

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Wie ich meinem ersten Hai begegnet bin

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Ein blacktip reef shark (Schwarzspitzen-Riffhai) zum Glück ungefährlich für uns Menschen.

Wenn da nicht die Haie gewesen wären. Ich habe an diesem Strand zum aller ersten Mal einen Hai gesehen. Es waren Riffhaie (black-tipped). Ich wusste, dass sie nicht gefährlich für Menschen sind. Trotzdem klammerte ich mich sofort an Paul, der meine Angst als Zuneigungsbekundungen fehl interpretiert hat. Er hatte den Hai nämlich nicht gesehen.

Das machte gar nichts, denn er tauchte 2 Minuten später wieder auf! Und da hatte auch Paul leichte Panik. Problem, im Drift Snorkel musst du dich leider bis zum Ende treiben lassen, das ist einfacher als zum Strand zu schwimmen. Danach haben wir ein Pause gemacht. Der Schock musste verarbeitet werden.

Nach einer halben Stunde hatten wir dann genug Mut wieder ins Wasser zu gehen. Und prompt war der Hai wieder da! Wir hatten sogar den Eindruck, dass er uns umkreist. Das reichte, wir sind sofort raus aus dem Wasser. Wenn in meinem Kopf die Musik vom „Weißen Hai“ los geht, ist es zu spät.

Später habe ich auf einem Video gesehen, dass ich mindestens einmal den Hai gar nicht gesehen habe. Denn ich habe lustige, kleine, blaue Fische gefilmt und im Hintergrund sieht man tatsächlich einen Hai vorbei schwimmen.

Tja so ist das, mit der Maske sieht man eben nur was direkt vor einem ist. Man hat quasi Scheuklappen auf.

Aber um dich zu beruhigen, dass war unsere erste Erfahrung mit Haien und es war niemand dabei der uns was zu Haien erklärt hat. Am nächsten Tag haben wir mit einer deutschen Taucherin gesprochen, sie hat uns alle Ängste genommen. Die Riffhaie sind wirklich nicht gefährlich. Wir sind viel zu große für die, kein Hai würde ein Beutetier angreifen, dass genauso groß ist wie ers selbst.

Angst passiert sowieso nur in deinem Kopf. Aber du musst gegen sie ankämpfen, um deine Komfortzone zu verlassen. Denn dort fängt das richtige Leben an, ausserhalb deiner Komfortzone.

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Oyster Stacks

Dieser Spot ist super um viele Fische und Korallen zu sehen. Hier geht man am besten bei Flut schnorcheln. Denn der Einstieg ist felsig und mit scharfen Austern bewachsen. Geh nur am Einstiegspunkt ins Wasser und schwimme dann in Norden oder Süden. Aber pass auf, dass du dich nicht auf die Korallen stellst oder sie berührst, du kannst sie sonst leicht beschädigen. Und Wunden entzünden sich leicht wegen der Bakterien auf den Korallen.

westaustralien schnorcheln Oyster Stacks

Oyster Stacks Schnorchelspot

westaustralien schnorcheln Parrot Fish

Parrot Fish – sie heissen so, weil sie einen Schnabel wie ein Papagei haben. Unter Wasser kann man sie fressen hören.

 

Lakeside

Auch einer unserer Lieblingsspots. Hier haben wir einen seltenen Katzenhai gesehen und eine Meeresschildkröte. Wenn du vom Parkplatz kommst, musst du ungefähr 400 Meter am Strand nach Süden gehen bis zum markierten Einstiegsspunkt. Von dort schwimmst du 150 Meter raus in nördlicher Richtung und wieder zurück zum Einstiegspunkt.

Achte immer auf Strömungen, Wetterbedingungen und Gezeiten, bevor du ins Wasser gehst.

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Tauchen

Wir tauchen ja noch nicht, aber uns wurde vom Tauchgang am Navy Pier berichtet. Der soll atemberaubend sein.

#2 Besuche das Jurabi Turtle Centre und erlebe die Brutsaison der Meeresschildkröten

An der Coral Coast kann man das ganze Jahr lang Schildkörten beobachten. Doch während der Brutsaison von November bis April kann man sogar Schildkröten Eier legen und die kleinen Schildkröten (hatchlings) schlüpfen sehen. An den Stränden des Ningaloo Reefs nisten Green, Loggerhead und Hawksbill Turtles (Schildkröten).

Von Exmouth sind es nur 13km bis zum Jurabi Turtle Centre. Dort kannst du dich über Schildkröten informieren und etwas über ihr Verhalten lernen. In der Brutsaison bekommst du dort Informationen wie du dich verhalten musst, damit du die Schildkröten nicht bei der Eiablage störst. Sie sind sehr empfindlich gegenüber Licht. Lass dir von einem Guide erklären, wie du dich am besten verhälst und trotzdem das Wunder der Natur, die Eiablage, sehen kannst. Am besten nimmst du an einer geführten Tour teil. Mehr Infos hier.

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#3 Wandern im Cape Range National Park

Du betritts den Cape Range Nationalpark, wenn du zu den oben genannten Schnorchelspots fährst. Seine nördliche Grenze ist 40km von Exmouth entfernt.

Der Nationalpark ist wirklich spektakulär mit seinen schroffen Kalksteinfelsen, tiefen Schluchten und 50 Kilometer unglaublichen Stränden, mit meinem Lieblingsstrand Tourquoise Bay.

Aber es gibt im Cape Range Nationalpark noch mehr zu sehen. Passt auf beim Fahren, denn ihr könntet Emus, Echidna (Ameisenigel), Eidechsen, Wallabies und rote Kängurus sehen.

westaustralien schnorcheln exmouth

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Mandu Mandu Gorge

Mandu Mandu Gorge

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Milyering Visitor Centre

Mach’ deinen ersten Stop am Milyering Visitor Centre im Herzen des Cape Range Nationalpark gelegen. Dort bekommst du tolle Insidertipps vom Park Ranger und kannst dich über die Region informieren. Außerdem gibt’s dort Toiletten, die man nach der Fahrt in den Nationalpark bestimmt braucht. Und man kann sich eine Schnorchelausrüstung ausleihen, falls man keine besitzt.

Mandu Mandu Gorge

Diese kurze Wanderung haben wir an einem verregneten Nachmittag unternommen.

Ein 3 km langer Wanderweg ermöglicht den Zugang in diese trockenen Schlucht. Der Weg beginnt am Ende des Mandu Mandu Tracks und folgt dem Nordkamm der Schlucht und bietet einen atemberaubenden Panoramablick. Der Weg führt dann hinunter ins Bachbett von wo aus man auf dem Grund der Schlucht zürck zum Parkplatz kommt.

Yardie Creek Gorge

Wenn du bis zum Ende der geteerten Strasse im Cape Range Nationalpark fährst kommst du automatisch zum Yardie Creek. Von dort kannst du die atemberaubende Schlucht zu Fuss oder mit einer Yardie Creek Bootstour erkunden.

In der Dämmerung hat man gute Chancen Felsenkängurus zu sehen. Auf dem Yardie Gorge Trail gehst du eine Stunde entlang der Klippe, von wo du eine grandiose Aussicht hast. Es kann hier sehr heiß werden und die Fliegen können wirklich nerven.

#4 Schwimme mit Walhaien (Whale Sharks)

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Exmouth ist bekannt als ein Ort, wo man mit den unglaublichen Walhaien, dem größten Fisch der Welt schwimmen kann.

Diese massiven, aber für den Menschen ungefährlich Planktonfresser können bis zu 18 m lang werden.

Einmal mit einem Walhai zu schwimmen, steht ganz weit oben auf meiner Bucket List. Leider waren wir bei unserer Reise zur falschen Zeit an der Westküste. Aber man kann auf so einer langen Reise eben nicht immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wir haben dafür an der Ostküste in Hervey Bay Wale gesehen. Das war auch sehr spektakulär.

Zum Gück nennen wir Australien mittlerweile unser Zuhause und deshalb werde ich bestimmt noch die Chance bekommen, diese faszinierenden Tiere aus der Nähe zu sehen.

Jedes Jahr von April bis Juli versammeln sie sich entlang des Ningaloo Reef und in Exmouth ist dann Hochsaison. Es gibt einige Anbieter für Walhai-Touren, hier findest du eine Liste der Anbieter.

#5 Beobachte Wale bei ihrer Reise Richtung Süden

Und wenn du auch zur falschen Zeit dort bist, hast du vielleicht Glück im Unglück und kannst Buckelwale nach Süden wandern sehen. Die an der Küste vorbeiziehen. Ein guter Aussichtspunkt ist dafür das Vlaming Head Lighthouse. Hier kannst du einen spektakulären Blick auf das Ningaloo Reef und den berühmten westaustralischen Sonnenuntergang beobachten.

Vlaming Lighthouse

Vlaming Lighthouse

Die Ningaloo Küste, insbesondere der Exmouth Gulf sieht die höchste Dichte an Buckelwale in der südlichen Hemisphäre während ihrer jährlichen 11.000 km Migration aus der Antarktis (Juni bis November). Während dieser Zeit sind schätzungsweise 30.000 Buckelwale entlang der Ningaloo Küste auf dem Weg zu ihren Brut- und Geburtsgründe vor der Kimberley Küste.

Buckelwale sind in der Regel ab Juni zu sehen , aber die Hauptzeit ist Juli bis Oktober. Dann sammeln sich die Wale im Golf von Exmouth um sich für ihre Rückreise nach Süden auszuruhen. Viele der Buckelwale sind Mütter mit neugeborenen Kälbern. Natürlich werden auch Whale Watching Touren angeboten. Ein Liste der Anbieter findest du hier.

westaustralien exmouth

#6 Bush Camping im Cape Range Nationalpark

Es gibt mehr als 112 Stellplätze entlang der Küste des Cape Range National Park, von denen die meisten mit normalem Fahrzeug erreichbar sind.

Der Campground Pilgramunna im Cape Range Nationalpark ist nicht umsonst unsere Nummer 1 der besten Campgrounds in Australien.

Der Pilgramunna liegt an einer wunderschönen Bucht mit tükisfarbenen Wasser. Du kannst direkt vom Strand ins Wasser gehen und schnorcheln. Bei unserem ersten Tauchgang dort haben wir einen großen Rochen an uns vorbei schwimmen sehen. Aber an den oben genannten Schnorchelspots gibt es mehr Korallen. Trotzdem ist es schön noch kurz vor Sonnenuntergang eine Runde zu schnorcheln.

pilgramunna westaustralien exmouth

Stellplatz direkt am Meer und dahinter die Kängurus

Pilgramunna Campground westaustralien exmouth

Pilgramunna Campground

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Pilgramunna Schnorchelspot

Auch die anderen Campgrounds im Cape Range Nationalpark sind einen Besuch wert. Im Neds Camp hatten wir nachts Besuch von hunderten Mud Crabs. Da war vielleicht was los.

Auch Wohnwagen und größere Fahrzeugen sind dort willkommen, aber es gibt nur wenige Einrichtungen – kein Strom, keine Duschen und keine Kochgelegenheiten. Aber viele der Campgrounds haben Toiletten und Picknicktische. Und die bush loos sind besser als die meisten öffentlichen Toiletten in Städten. Denk dran, du musst dich komplett selbst versorgen und autark sein. Wir hatten Solarduschen dabei und haben zum Duschen das Wilderness Wash von Sea to Summit benutzt. Bring dir außerdem genug Trinkwasser mit. Am Visitor Centre in Exmouth gibt es einen Wasserhahn zum auffüllen.

bushklo westaustralien exmouth

Ein Bush Loo, erstaunlich sauber und geruchsarm. Viel besser als öffentliche Toiletten in den Städten.

Es gibt vier Campgrounds, die nur online unter parkstay.dpaw.wa.gov.au gebucht werden können. Die anderen Campgrounds können nicht reserviert werden und werden first come, first served vergeben (Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.). Mehr Infos zu den Campgrounds findest du beim Department of Parks and Wildlife.

Wie für alle anderen Nationalparks in WA brauchst du hier einen Parkpass, diesen kann man einzeln kaufen oder du besorgst dir einen Holiday Pass für $44 (gültig 4 Wochen) oder einen Jahrespass für $88. Diese Pässe gelten in allen Nationalparks in WA und pro Auto mit bis zu 12!!! Personen. Mehr Infos hier: WA park entry fees.

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#7 Geh surfen

Ja das hättest du jetzt nicht gedacht. Denn kaum jemand hat von den Surfspots der Ningaloo Coast gehört. Ein absoluter Geheimtipp! Die besten Swells gibt es von Juli bis Oktober. Also los, catch a wave! Ich hatte leider kein eigenes Board dabei und der Verleih hatte irgendwie zu. Pech gehabt.

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Da wär ich gerne rausgepaddelt

Dunes Beach

Um nach Dunes zu kommen, nimmst du die Yardie Creek Road in Richtung Westen, dann biegst du in die Mildura Wreck Road ab und fährst die kurze Strecke bis zum ersten Parkplatz auf der linken Seite. Der Spot liegt etwa 17 km von Exmouth entfernt. Der Reefbreak ist der sicherste, am einfachsten zu erreichen und der beliebteste Spot für Surfer in Exmouth.

The Bommie

The Bommie liegt gleich um die Ecke von Dunes Beach auf der Yardie Creek Road. Man muss etwas rauspaddeln, aber die Linkshänder Welle ist es wohl wert. Nur was für erfahrene Surfer.

Wobiri Access

Wobiri Access Strand befindet sich etwa 25 km von Exmouth an der Westseite der Halbinsel an der Yardie Creek Road. Das Surf Break ist ideal für Anfänger. Während der Wintersaison werden hier regelmäßig Surfkurse durchgeführt.

Hast du jetzt Lust auf Exmouth und WA? Dann teile den Artikel mit deinen Freunden und macht zusammen einen Roadtrip in Westaustralien!

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