Wer hat nicht den Traum mal auf einer einsamen tropischen Insel zu übernachten?

Wir haben einen Ort gefunden wo das nicht nur möglich sondern auch bezahlbar ist.

Außerdem blicke ich in die düstere Vergangenheit von Mission Beach.

Frühstück auf einer tropischen Insel!

In Mission Beach haben wir bei unserer Freundin Kerstin Travelpilz von übernachtet. Eines Abends wurden wir überraschend von ihr und ihrem Freund Nigel zum Sonntags-Frühstück eingeladen.

Wir waren begeistert. Eine ganze Insel nur für uns!

Also machten wir uns morgens um 5 Uhr auf den Weg, um im Sonnenaufgang mit einem „Tinny“ rauszufahren. Ein Tinny ist ein kleines Motorboot aus Metal.

Uiiii, war das schön. Das Meer sah aus wie Quecksilber und die Sonne ging hinter der Inselgruppe auf. Wir hatten fantastisches Wetter und kaum Wind.

mission beach island camping

Wir legen in South Mission Beach ab

So sind wir eine halbe Stunde übers Wasser gedüst. Ich hatte den Platz in der ersten Reihe und wurde auch ohne Wind gut durchgeschüttelt. Fotos zu machen war eine Herausforderung. Aber so übers Wasser zu fliegen, läßt dich absolute Freiheit spüren. Du vergisst alles um dich herum und spürst nur noch den Wind in den Haaren.

mission beach island camping

Das Wasser sah aus wie Quecksilber

Wir fuhren vorbei an kleinen Inseln, privat oder öffentlich. Kerstin erzählte uns Geschichten über diese Inseln. Bedarra Island ist im Privatbesitz und dort lebt ein reicher Künstler ganz ungestört. Und es gibt dort ein kleines luxuriöses Resort, das teuerste in Australien! Mit privaten Pools. Der Hammer, aber für über $1000 pro Nacht doch etwas über unserem Budget.

Bedarra Island

Das teuerste Resort in Australien liegt auf Bedarra Island.

Aber wer braucht das, wenn man für $5,75 eine ganze Insel haben kann?

Wir fuhren an der Schwesterinsel Wheeler vorbei und konnten unseren Blick auf Coombe Island richten. Hinter der Insel ging gerade die Sonne auf und das Licht war einfach unglaublich.

Mitten in den Elemente merkt man wie glücklich man sein kann. Einfach nur, weil die Sonne so schön aussieht. Das Meer schmilzt durch die Sonnenstrahlen zu flüssigem Quecksilber. Es war pure Magie.

Coombe Island

Unser Frühstückstrand

Und dann waren wir da, auf der kleinen Insel Coombe im Family Islands National Park. Es gibt dort wirklich nur einen Picknicktisch. Alles andere muss man mitbringen. Auch Trinkwasser und eine Schaufel für die Notdurft. Aber ich kann mir keinen schöneren Platz vorstellen, um mein Zelt aufzuschlagen. Und diese Insel kann man für eine Nacht mieten. Die Inseln liegen in einem Nationalpark und man zahlt nur die üblichen Gebühren von $5,75 pro Person pro Übernachtung.

Seht selbst. Man fühlt sich dort wie Robinson Crusoe.

Coombe Island

Auf Coombee kann man super schwimmen und schnorcheln

Nach einem tollen australischen Frühstück mit Eiern und Speck, Avocados und Kaffee sind wir weitergefahren. Nicht vergessen den Müll wieder mitzunehmen!

coombe island

Frühstück auf Australisch

Nigel hat uns dann eine private Rundfahrt gegönnt und uns seinen Lieblingsstrand gezeigt. Hier haben die beiden das letzte Weihnachten verbracht. Ein Traum!

Family Island Group

Ein absoluter Traumstrand

Family Islands Group

Die Inselgruppe Family Islands besteht aus den Zwillingsinseln Wheeler und Coombe und den Drillingsinseln Smith, Bowden und Hudson. Auf Wheeler gibt es auch Toiletten, für alle die sich nicht mit einer Schaufel behelfen möchten. Und dann natürlich noch Dunk Island und Bedarra Island.

Family Islands

Coombe Island und dahinter liegen die Drillingsinseln (Triplets)

Zeitzeugen des Zyklon Yasi auf Dunk Island

Dunk Island haben wir auch umrundet und wurden Zeuge der Zerstörung von dem Zyklon Yasi.

Was viele nicht wissen, Mission Beach wurde am 2. Februar 2011 von dem Zyklon Yasi schwer getroffen. Das was der stärkste Zyklon, der je dort gemessen wurde mit erwarteten Windgeschindigkeiten über 200km/h wurde er der höchsten Katergorie 5 zugeordnet. 30.000 Menschen wurden zur Flucht aufgerufen. Ihnen blieben 36 Stunden, um ihre Häuser zu sichern und sich in Sicherheit zu bringen. Mission Beach wurde in den Medien Ground Zero genannt, da dort das Auge das Zyklons auf Land stieß. Es wurde jedes dritte Haus zerstört oder abgedeckt. Darunter ein Resort auf Dunk Island. Mittlerweile ist es in privatem Besitz und wird langsam wieder aufgebaut.

Dunk Island

Zerstörtes Resort auf Dunk Island

Etwas weiter südlich von Mission Beach wurde der Ort Cardwell von einer riesigen Flutwelle getroffen und nahezu ausgelöscht. Zum Glück gab es nur ein Todesopfer, ein Mann der an den Abgasen seines Generators erstickt ist. Er war dabei sein Haus mit Strom zu versorgen, da überall der Strom ausgefallen war. Und es dauerte Wochen bis alle Strom- und Wasserleitungen wieder repariert wurden. Mehr Infos über den Zyklon, auf Deutsch Orkan, findest du hier bei Wikipedia.

Dunk Island

Leider war es aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr möglich das Resort wieder aufzubauen. Heute ist es im Privatbesitz.

Nach dem Zyklon ist der Tourismus in Mission Beach zusammengebrochen. Und der kleine Ort hat sich immer noch nicht von dieser Katastrophe erholt. Der Zyklon wird von der Öffentlichkeit todgeschwiegen und genauso tot war Mission Beach. Sie wollten nicht, dass die Touristen Mission Beach mit Zyklonen in Verbindung bringen. Ich sehe es anders, vor allem wenn man überlegt, wie viele Touristen erst Recht nach Thailand gereist sind, um die Wirtschaft dort zu unterstützen. Man hilft doch damit der Bevölkerung, das Einkommen aus dem Tourismus wieder aufzubauen. Leider hat das in Mission Beach nicht so gut funktioniert.

Doch langsam ist wieder was los in diesem tollen Ort. Ich kann dir nur empfehlen ein paar Tage in Mission Beach zu bleiben.

Dunk Island heute

Von ehemals mehreren Fähren täglich, gibt es noch ein Water Taxi und Mission Beach Charters, die Besucher nach Dunk Island bringen. Man kann die Insel erkunden oder am Wochenende an der Strandbar abhängen und Bob Marley Klängen lauschen. Es spielen sogar Livebands dort. Und der Flat White (Kaffee) schmeckt super.

Dunk Island

Beach Bar auf Dunk Island

Auf Dunk gibt es auch Toiletten und einen BBQ Platz, beides sogar mit Strom und die Möglichkeit zum Zelten. Einen Zeltplatz kann man über Webseite von Dunk Island buchen. Die Seite wird gerade überarbeitet, aber eine Buchung über das Kontaktformular sollte klappen.

Let’s get dunked!

Dunk Island

Chillen kann man ganz gut in der Sunset Bar auf Dunk Island

Wie kann ich jetzt so eine Insel buchen?

Wenn du nicht das Glück hast auf eine private Tour eingeladen zu werden, dann kannst du ein Wassertaxi nutzen. Die Infos dazu findest du hier und hier.

Infos über den Family Islands National Park findest du bei hier beim Department für Nationalparks (Englisch) , dort kannst du auch die Inseln Wheeler und Coombe buchen.

Mission Beach Tourism bietet auch noch ein paar Infos über die Family Islands www.missionbeachtourism.com .

Übrigens kostet eine Boat Licencse, also der Sportbootführerschein, nur $150 und dauert einen Tag. Den wollen wir auch noch machen. Dann kann man sich einfach ein Boot ausleihen und selbst diese tollen Inseln anfahren. Hier seht ihr sie von oben:

Dankeschön!

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal herzlich bei Kerstin und Nigel bedanken, die uns diesen Trip ermöglicht haben. Es war spektakulär.

Skipper

Unser Skipper Nigel und Kerstin unser “Tourguide”

Welche tropischen Inseln kennst du? Ist es auch dein Traum einmal Schiffbrüchiger zu spielen? Los schreib mir in den Kommentaren!

In einem der nächsten Artikel werde ich dir beschreiben, warum Mission Beach auch heute einen Besuch wert ist. Was viele nicht wissen, es die Region mit der größten Cassowary Population in ganz Australien. Aber mehr erzähle ich dir bald hier auf dem Blog.

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