Nicht weit von Perth liegt der Südwesten mit den kleinen Städtchen Margaret River, Denmark und Albany. Der Südwesten ist eine unserer Lieblingsregionen in ganz Australien. Ihr findet hier weltklasse Weine und fantastisches Essen, großartige Surfspots für Anfänger und Profis, atemberaubende Wälder und unberührte Strände.

Im Winter und Frühjahr könnt ihr vorbeiziehende Wale beobachten und im Sommer die Kühle der Tropfsteinhöhlen und Eukalyptuswälder genießen. In der 3-teiligen Artikel-Reihe “Australiens Südwesten im Camper” zeigen wir euch die Highlights der Region und geben euch ein paar Geheimtipps für Übernachtungen.

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In neun Tagen das Beste vom Südwesten

Plant auf jeden Fall neun Tage ein, um diese Region zu erkunden. Mit dem Auto seid ihr in 2 Stunden von Perth in Bunbury und dort kann euer Abenteuer mit dem Füttern von Delphinen beginnen.  Denn nicht nur über das milde Klima und jede Menge Sonnenschein, könnt ihr euch hier freuen. Am besten bereist ihr diese Region von September bis Dezember, um auch Wale und Wildblumen sehen zu können. Von Weihnachten bis Januar und nochmal um Ostern ist hier absolute Hochsaison und man sollte auf jeden Fall vorbuchen, um einen Stellplatz zu bekommen. Nach Ostern ist es auch nochmal eine tolle Zeit, viel ruhiger, aber immer noch schön warm.

Unsere Zeitplanung ist eher entspannt und so, dass man nicht nur aus dem Auto springt ein Foto macht und weiterfährt, sondern die Ausblicke die sich einem bieten, auch richtig genießen kann. Ihr sollt ja schließlich Urlaub haben und eure Zeit genießen. Man kann Australien erst richtig spüren, wenn man los lässt, sich treiben lässt und vieles einfach auf sich zu kommen lässt. Laid-back, eben. Deshalb findet ihr auch keine genauen Anweisungen, keine Kilometerangaben und genau Zeitangaben. Ihr sollt euer eigenes Tempo finden und selbst zum Entdecker und Abenteurer werden. Das gilt für Campingplätze, Attraktionen und Nationalparks. Nutzt auf jeden Fall die Wikicamps App, sie ist unersetzlich, um gute Campingplätze zu finden. Wir lassen extra viel offen, damit Platz für eure Wünsche und Ideen bleibt.

Tag 1 Perth bis Busselton

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Vormittag: Delfine füttern in Bunbury

Wenn ihr in Perth startet solltet ihr sehr früh losfahren, um zwischen 8 Uhr und 9 Uhr am Dolphin Discovery Centre in Bunbury anzukommen. Die Delphine sind meistens früh dort. Wir sind den ganzen Vormittag dort geblieben und hatten das Glück, dass die Delphine sogar zwei Mal vorbei geschaut haben.

Nachmittag: Busselton Jetty

Die Jetty in Busselton ist 1,8km lang und die längste aus Holz auf der südlichen Halbkugel. Sie ist von türkisfarbenem, glasklarem Wasser umgeben. Um die Jetty zu erkunden gibt es zwei Möglichkeiten, ihr könnt zu Fuss bis zum Ende gehen oder euch von einem kleinen Zug fahren lassen. Am Ende gibt es ein Unterwasserobservatorium, dort geht es acht Meter tief bis zum Meeresboden und durch die Fenster könnt ihr das subtropische Korallenriff betrachten, ohne nass zu werden. Übernachten könnt ihr nun entweder in Busselton oder in Dunsborough.busselton jetty

Übernachtung:

Es gibt in Busselton und Dunsborough einige Caravan Parks, wir kennen das Mandalay Hoiday Resort in Busselton und können es empfehlen. Leider nicht günstig, aber mit der Top Tourist Membership gibt es 10% Rabatt. In der Wikicamp App sind ein paar Campingspots zu finden, aber wir haben noch keinen getestet. Freunde von uns haben schon mal am Flugplatz von Busselton übernachtet. Mittlerweile gibt es dazu auch eine Eintragung, aber ohne Gewähr. Im Dunsborough Beachouse kann man wohl auch auf dem Parkplatz übernachten.

Tag 2 Dunsborough bis Yallingup

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Vormittag: Strände, Leuchturm und Wale

Seid ihr im Frühling in Dunsborough könnt ihr heute an einer Whale Watching Tour teilnehmen. Im Sommer sind die fantastischen Strände in der geschützen Geograph Bay toll, um sich abzukühlen. Auf dem Weg von Dunsborough zum Leuchtturm am Cape Naturalist liegen Meelup Beach und Bunker Bay. Vor allem Bunker Bay eignet sich super zum Schnorcheln. Seid ihr dann am Cape Naturalist Lighthouse angekommen, könnt ihr auch von hier nach Walen Ausschau halten. Hier beginnt übrigens der bekannte Wanderweg Cape to Cape. Auch der Sugarloaf Rock im Westen des Capes ist einen Abstecher wert.

Zum späten Lunch könnt ihr auf dem Rückweg vom Cape Naturalist bei Eagle Bay Brewing einkehren. In entspannter Atmosphäre kann man hier Bier, Wein und lokales Essen probieren.

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Nachmittag: Surfspots und Sonnenuntergang

Für die Aborigines bedeutet Yallingup “Ort der Liebe” und wenn ihr dort seid, wisst ihr warum. Die Surfspots Three Bears, Yallingup, Smith’s Beach and Injidup Breaks sind weltweit bekannt. Ich könnte dort stundelang zu schauen. Aber man findet auch geschützte Spots zum Schwimmen wie zum Beispiel am Injidup Beach. Canal Rocks ist ein toller Spot für den Sonnenuntergang. Am besten besorgt ihr euch  unterwegs etwas für ein Picknick. Schaut aber vorher auch unbedingt beim Nature Spa vorbei. Nach einer kurzen Kletterpartie über die Felsen kommt ihr zu einem kleinen, natürlichen Schwimmbad.

Übernachtung:

Auf dem Beach Holiday Park Yallingup haben wir uns wohl gefühlt und Abends ein Bier am Strand genossen, da man zu Fuss eigentlich nur die Treppen runter gehen muss.

Tag 3 Yallingup und Margaret River

Vormittags: Ngilgi Höhlen

Den Kaffee und das Essen im Shaana Cafe in Yallingup ist definitv zu empfehlen. Die italienische Familie sorgt für ein super entspanntes Flair im Surf-Style. In der Nähe von Yallingup könnt ihr euch nach dem Frühstück von Aborigines durch die Ngilgi Caves (Tropfsteinhöhlen) führen lassen und etwas über die Legenden und Geschichten der Ureinwohner Australiens erfahren. Vor allem an heißen Tagen tut die kühle Frische unter der Erde ziemlich gut.

Folgt danach einfach der sehenswerten Cave Road und besucht die Wineries (Weingüter) und Breweries (Brauereien) in der Umgebung, um euch mit gutem Wein und Bier zu versorgen. Die Sampson & Bowen Brewery liegt richtig toll an einem See und bietet tolles Bier und Lunch.

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Surfer’s Point, Margaret River

Nachmittag: Margaret River und Surfers Point

Schlendert in Margaret River über die High Street und genießt das sehr entspannte Treiben in der besonderen Atmosphäre. Ganz in der Nähe sind sehr viele bekannte Surfspots, wohin einmal im Jahr im April sogar die Profis der World Surf League kommen. Alleine zuschauen lohnt sich. Fahrt dafür Richtung Prevelly zum Surfers Point. Oder besucht einen Anfängerkurs und erlebt das geile Gefühl auf der Welle dahin zu gleiten. Auf dem Fluss gibt es auch die Möglichkeit eine Kanu-Tour zu machen. Hier ist echt für jeden Geschmack was dabei.

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Während ich am Surfers Point fasziniert den Surfen zugeschaut habe, saß plötzlich dieser Hund neben mir. Er hat ganz entspannt gewartet bis sein Herrchen wieder aus dem Wasser kam und hat ihn dann freudig am Strand begrüßt.

Übernachtung

Ihr solltet rechtzeitig im Hellen aufbrechen, um 20 Min über die Cave Road zu unserem Geheimtipp, dem Campground Conto’s Campsite (Koordinaten: -34.08093, 115.01471) zu fahren, um mitten im Eukalyptuswald zu übernachten. Wir fanden es dort einfach traumhaft idyllisch. Und die Kookaburras fühlen sich dort auch sehr wohl, jedenfalls haben wir das ihrem lustigem Geschrei entnommen. Der Ranger kommt morgens oder abends vorbei, um die Campgebühren von $10 pro Person einzusammeln. Bitte folgt nicht dem Beispiel einiger Backpacker, die dort übernachten, aber sich um die Gebühren drücken. Schließlich wollen wir ja, dass solche schönen Campsites auch weiterhin offen bleiben. Mittlerweile kann man auch online vorbuchen und mit Karte zahlen. Das ist vor allem zur Ferienzeit zu empfehlen. Davies ist gut zum Zelten und etwas idyllischer (siehe Foto) und z.B.  Quenda und Churditch haben größere Stellplätze wo zwei Autos oder ein Caravan mit Auto drauf passen.

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Conto’s Camp site

kookaburra

Wie es von hier aus weiter geht, erfahrt ihr im nächsten Teil der Artikel-Reihe “Australiens Südwesten im Camper: Baumgiganten, die euch den Atem rauben”.

Sagt uns doch mal,wie ihr unsere Tipps findet oder vielleicht habt ihr selber noch einen Tipp. Wir würden uns freuen, davon in den Kommentaren zu lesen.

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