Sydney ist eine der teuersten Städte weltweit, aber es ist nicht unmöglich Sydney auf günstige Art und Weise zu entdecken. Und manche der besten Sehenswürdigkeiten in  Sydney sind sogar kostenlos. Man sollte seinen Besuch ein bisschen planen und sich schlau machen. Damit ihr jetzt nicht wild rumsuchen müsst, habe ich euch mal ein paar Tipps rausgesucht.
Ein Besuch in der Tourist Information dem Sydney Visitors Centre lohnt sich trotzdem, für gratis Karten und weiter Tipps.

Gratis Stadtführung

Am besten beginnt man seinen Aufenthalt mit einer kostenlosen Stadtführung mit einem echten Sydneysider von I’m Free. Die 2,5 – 3 Stunden Sydney Sights Tour beginnt um 10.30 Uhr und um 14.30 Uhr am Anker neben der Sydney Town Hall. Oder macht eine Tour durch The Rocks. Treffpunkt ist 18 Uhr am Cadmans Cottage (Wasserseite) für einen 1,5 Stunden langen Spaziergang durch die Anfänge von Sydney.
Ob Regen oder Sonnenschein, die I’m Free Touren finden jeden Tag statt. Man braucht nicht buchen, einfach hingehen und nach einem hellgrünen T-Shirt Ausschau halten. Die Tour ist zwar umsonst, aber ein Trinkgeld am Ende sollte schon drin sein. Danach hat man einen guten Überblick und kann nun die Stadt auf eigene Faust erkunden.

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Darling Harbour

Hop On Hop Off Tour

Natürlich gibt es in Sydney auch eine Sydney and Bondi Hop On Hop Off Tour, diese kostet für 24 Stunden $40 und fährt die Hauptattraktionen der Stadt an.

Talk’n’Tour

Oder macht eine Talk’n’Tour. Für $12 könnt ihr euch einen Audio Guide (Englisch) herunterladen und selbstständig nach eurem eigenen Zeitplan eine Stadtführung erleben.
Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert und würde mich über Erfahrungsberichte freuen.

Sydney Tower Eye

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Sydney Tower

Hier bekommt ihr die beste Aussicht über Sydney und dieser Besuch ist ein absolutes Must-Do. Von oben sieht man erst wie viel Wasser Sydney umgibt. Der Sydney Tower ist das höchste freistehende Gebäude in Sydney mit 309m. Es gibt dort eine Aussichtsplattform (Observation Deck, ab $18.20 online) und wer möchte kann den Skywalk machen und Sydney durch einen Glasboden 268 Meter über den Straßen der Stadt anschauen (Ob Deck + Skywalk ab $48.50 online).
Vom Circular Quay geht man eine Viertelstunde zu Fuß oder man nimmt den Free Shuttle Bus. Hier geht’s zur deutschsprachigen Website.

Hafenrundfahrt nach Manly für $15

Es gibt keine günstigere Möglichkeit, um den Hafen von Sydney mit herrlichem Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge zu erleben, als mit der Ferry vom Circular Quay nach Manly zu schippern. Bei Strandwetter sollte man einen Tagesausflug daraus machen, denn Manly hat soviel zu bieten. Shoppen am Manly Corso, Schwimmen und Surfen am Manly Beach, leckeres Essen und ein kühles Bier im Manly Wharf Hotel oder ein Weizen im Bavarian Beer Cafe. Im Wharf wohnen auch noch kleine Pinguine und Pelikane. Manly ist unser Lieblings Suburb und hat damit einen eigenen Post verdient. Bald gibt’s deshalb mehr Infos über Manly und die Northern Beaches. Eine Übersichtskarte der Fähren findet ihr hier. Übrigens hat man auf der Fähre freies WiFi.

manly ferry from welt kopfunter on Vimeo.

Günstig von A nach B mit dem Öffi (Public Transport)

Am günstigsten fährt man in Sydney mit dem öffentlichen Nahverkehr (Public Transport). Obwohl viele Sydneysider drüber meckern, finden wir ihn eigentlich sehr gut. Ja es gibt keine U-Bahn, aber so sieht man wenigsten was, wenn man in der City unterwegs ist. Und mit dem Auto durch die Stadt zu fahren ist nervig und teuer, aufgrund der Maut und den hohen Parkgebühren.

Die Opal Card

Wer länger in der City ist, kann sich überlegen eine Opal Card zu kaufen. Man bekommt nämlich nur noch Single Tickets in Papierform. Mit der Opal Card könnt ihr alle Busse, Züge und Fähren in der Sydney Region nutzen und kostet täglich maximal $15 und maximal $60 in der Woche. So kann man stressfrei überall hinfahren und muss sich keine Gedanken ums Ticket machen. Man kann auch einfach mal mit den Fähren einen halben Tag über den Hafen schippern. Haben wir letztes Jahr beim Australia Day gemacht und haben so die tollen alten Segelschiffe gesehen. Oder man macht einen Tagesausflug zu den Blue Mountains. Mehr Infos hier.

Um mich durch den Großstadtdschungel zu kämpfen, nutze ich die App von NSW Transport. Hier der Download-Link für Android  und für Apple. Die App Öffi funktioniert hier übrigens auch.

Spaziergang über die Harbour Bridge, die günstige Alternative zum Bridge Climb

Eine viel billigere Option als der Bridge Climb für $200 ist es, einfach zu Fuss über die 502m lange und 134m hohe Harbour Bridge zu gehen und den gleichen Panoramablick, nur auf einem niedrigeren Niveau zu genießen. Die Sydneysider nennen die Brücke übrigens Coathanger (Kleiderbügel). Ein Highlight ist natürlich der Sonnenuntergang.

coathanger

Coathanger

Startet am südlichen Ende bei den Treppen in der Cumberland Street in The Rocks und geht gemütlich eine halbe Stunde über die Brücke zum Milsons Point am nördlichen Ende. Dort gelangt ihr auch wieder über Treppen zur Milsons Point Station und könnt mit dem Zug zurück fahren. Es geht auch eine Fähre von Milsons Point / Luna Park Wharf zum Circular Quay.

Pylon Lookout

Über diesen Weg kommt man auch am Pylon Lookout vorbei. Nach 200 Stufen und vielen Infos über die Geschichte der Brücke, werdet ihr mit einem fantastischen Blick belohnt. Eintritt $13, täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr.

The Rocks

Auf dem Weg zur Harbour Bridge geht man automatisch durch das historische Viertel The Rocks. Vielleicht hat man auch schon im schön gelegenen YHA The Rocks übernachtet. Auf jeden Fall ist das der älteste Teil, der ältesten Stadt in Australien, und ein besonderer Teil Sydney. Man findet Geschichte, an jeder Ecke , und es gibt einige wunderbare historische Gebäude zu bewundern und gepflasterten Gassen zu erkunden. Das The Rocks Discovery Museum hat freien Eintritt und man erfährt etwas zur Geschichte der Rocks bevor die Europäer kamen.

Observatory Hill

In der Nähe von The Rocks befindet sich der Oberservatory Hill. Vom grassbewachsenen Hügel überblickt man Milsons Point und den inneren Hafen. Bäume bieten Schatten für ein nettes Picknick. Für $8 kann man außerdem das Sydney Observatory mit dem ältesten australischen Teleskop besuchen.

Royal Botanic Gardens

Packt euch etwas zu Essen und einen Wein ein und macht einen Spaziergang von der Oper zum Mrs Macquarie Chair. Ein Picknick mitten im Botanischen Garten mit der besten ebenerdigen Aussicht auf die Oper und die Skyline ist unschlagbar.
Auf dem Weg kommt man mehr oder weniger am Government House vorbei und kann einen kurzen, kostenlosen Blick riskieren. Der Rainforest Walk im hinteren Teil ist auch sehr zu empfehlen. Bei der Orientierung hilft diese Karte.

Art Gallery of NSW

Die Art Gallery of NSW Australien liegt neben den Botanischen Gärten und ist nicht nur bei schlechtem Wetter einen Besuch wert. Es ist eines der führenden Kunstmuseen in Australien mit jährlich über einer Millionen Besucher. Ihr findet dort Sammlungen von australischer, indigener, europäischer, asiatischer und zeitgenössischer Kunst. Das Gebäude steht in einer schönen Parklandschaft mit Blick auf den Hafen von Sydney und nur 15 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt.
Der Eintritt in die ständige Galerie ist frei und auch die meisten Ausstellungen und Veranstaltungen. Geöffnet täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr, Mittwochs bis 22 Uhr. Für die Website oder die eigene App gibt es sogar free Wifi.

St. Mary’s Cathedrale

Die erste röm.-kath. Kirche Australiens liegt zwischen dem Hyde Park und The Domain. Es ist eine der größten Kirchen Australiens und obwohl sie mit 74,6m nur halb so hoch ist, wie der Kölner Dom, ziemlich beeindruckend. Sonntags könnt ihr an einer kostenlosen Führung teilnehmen.

Spaziergang durch den Hyde Park

Der Hyde Park ist der älteste Park in Australien und bei Büroangestellten des CBD, die frische Luft, eine kurze Pause oder eine Auszeit vom der Beton-Dschungel wollen, ziemlich beliebt. Im Park gibt es viele Denkmäler, Statuen und eine wunderschöne Allee. Im Sommer ist hier ziemlich viel los und man hat es schwerer einen Platz im Schatten zu finden.

Ein Tag am Meer

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Manly Beach

Sydneys Strände sind berühmt und ganz und gar kostenlos, teilweise sogar mit freiem WiFi. Von den Northern Beaches bis zu den Southern Beaches gibt es viele tolle Strände zu erkunden. Unsere Favoriten der Northern Beaches sind Manly Beach (Beachvolleyball), Shelly Beach (Schnorcheln), Queenscliff, Freshwater, Narrabeen, Avalon und ganz im Norden Palm Beach (Drehort von „Home and Away“). Fast jeder dieser Strände hat einen guten Surf. Im Hafen gibt es natürlich auch schöne Strände, aber diese liegen geschützter. Balmoral ist dabei einer der schönsten Hafenstrände. An den Southern Beaches kann man auch sehr gut surfen, hier finden wir Bronte, Clovelly, Coogee und natürlich Bondi ganz toll.

Bondi nach Coogee Coastal Walk

Der Bondi nach Coogee Coastal Walk ist eine wunderschöne Küstenwanderung mit einer atemberaubenden Aussicht. Buchten und Strände wechseln sich ab, man sollte seine Badesachen dabei haben. Der Weg ist gut beschildert und beginnt hinter Bondi Icebergs Pool. Es geht über Tamarama Beach zum Bronte Beach. Das sind knapp 2km und man braucht keine halbe Stunde. Das war ein schöner Morgenspaziergang, als wir in Bondi gewohnt haben. Im Bronte Surfclub kann man eine Kleinigkeit essen. Von hier geht es dann weiter über Clovelly nach Coogee. Insgesamt sollte man sich für eine Richtung 2 Stunden Zeit nehmen.
Um vom CBD nach Bondi zu gelangen, nimmt man den Zug nach Bondi Junction und dann einen Bus nach Bondi Beach. Weitere Infos zum Bondi to Coogee Walk gibt es hier.

Surfen Lernen

Man sollte mindestens einmal in Australien eine Surfstunde nehmen. Die Strandvororte sind geprägt vom Surflifestyle und man kann es erst richtig verstehen, wenn man selbst seine erste Welle gestanden hat. Der bekannteste Spot ist Bondi. Der Surf ist super für Anfänger. Die nicht ganz billigen Surfstunden gibt’s bei Let’s Go Surfing ab $99. Aber auch Manly Beach bietet gute Anfängerspots. Hier lernt man bei der Manly Surf School ab $70.
Etwas abseits der Touristenmassen findet man an den Northern Beaches günstigere Surfschulen, die Preise und Kursangebote variieren je nach Saison. Bei Sydney North Surf School gibt es eine Stunde ab $70 und bei Surf Skool ab $65. Interessant ist auch das Angebot von Mojo Surf, hier bekommt ihr für $99 einen Tagesausflug. Die Jungs holen euch morgens in der City ab, bringen auch zu einem guten Surfspot und nach dem Surfen gibt’s einen Lunchsnack. Danach hängt man gemeinsam am Strand ab, bis ihr wieder zurück in die Stadt gefahren werdet.

surfen in sydney

Nach ein paar Surfstunden…

Spartipp: Wer weiter in den Norden reist, findet die billigste Surfstunde Australiens in Agnes Water für $17.

Kostenlose Festivals

Sydney veranstaltet einige der besten Festivals welweit.

New Years Eve

Gibt es ein besseres Feuerwerk in der Welt? Und das beste, es kostet nichts. Die beste Location ist Nielsen Park, den hier her darf man noch Alkohol mitbringen. An den meistens anderen Aussichtspunkten ist das verboten. Und wer will schon zu Silvester nicht anstoßen?
Aber checkt lieber vorher nochmal, ob sich nicht was geändert hat. Die Alkoholgesetze werden immer strenger. Hier findet ihr Infos über die besten Aussichtspunkte.Sydney_NYE2012

Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras

Die Parade und das Festival wird von Hunderttausenden von Menschen besucht. Es ist eines der größten Festivals dieser Art in der Welt und umfasst eine Vielzahl von Veranstaltungen wie die Sydney Mardi Gras Parade und Party, Bondi Beach Drag Races und das Mardi Gras Film Festival. Mehr Infos gibt’s hier.

Vivid Sydney

Das ist ein einzigartiges jährliches Ereignis aus Licht, Musik und Ideen. Eine faszinierende, kostenlose, öffentliche Ausstellung von Lichtskulpturen und Installationen, einem innovativen Musikprogramm und der spektakulären Beleuchtung der Sydney Architektur, einschließlich der Oper. Sobald es um 17 Uhr dunkel wird, verwandelt sich Sydney in ein Lichtermeer. Man weiß gar nicht wo man hinschauen soll. Und für Fotografen ist es ein Traum, vorausgesetzt man hat sein Stativ dabei. Wir haben in der Oper ein Konzert mit der Musik von Giorgi Moroder gehört. Es war schon klasse, wie der Bass unterm Hintern gewummert hat.
Viele weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Website.

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Vivid Sydney Festival

Sydney hat soviel zu bieten, dass ich selbst noch nicht alles gesehen habe. Deshalb wird es wohl noch mehr Artikel geben, aber irgendwo muss ich ja mal anfangen. 🙂

Hast du denn selbst noch einen Tipp oder Fragen, dann ab damit in die Kommentare.

Cheers, Dani.

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